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Ferienprogramm am 25.08.2022

Wo kommt der Steinlachtäler her?

Am Donnerstag, den 25.8.2022 fand im Rahmen des Ferienprogrammes unsere Betriebsbesichtigung der Firma Häussermann statt. Der Betrieb wurde 1957 als kleine Kelterei in Neckartailfingen gegründet und ist heute ein modernes Familienunternehmen, und der Saftexperten in der Region.

Dort angekommen, begrüßte uns die sympathische Chefin und führte uns durch die Firma.

Da konnten wir nur staunen. So viele unterschiedliche Arbeitsschritte, so viele Maschinen sind nötig, bis aus den aufgelesenen Äpfeln Apfelsaft wird!

Und wer wusste vorher schon, was ein Kistenauspacker, ein Abschrauber und ein Flascheninspektor ist – und dass ein großer Tank 100 000 l Saft fasst?

Nach der Betriebsbesichtigung konnten wir frisch gepressten Saft und Brezeln verkosten. Das ließen sich die Kinder nicht zweimal sagen – und ließen es sich schmecken.

In einem anschließenden Film wurde nochmals der Prozess der Apfelsaftherstellung eindrücklich dargestellt.

Frau Häussermann bedankte sich abschließend für die aufmerksame und interessierte Schülergruppe aus Gomaringen und Stockach, und wir uns bei ihr für den interessanten Nachmittag. Beim abschießenden Grillen wurde viel gelacht und gespielt.

Jetzt haben wir alle eine genaue Vorstellung davon, wie aus unseren Äpfeln, die wir auflesen und bei der Obstannahme abgeben, Steinlachtäler Apfelsaftsaft gewonnen wird und wie er in die Flasche kommt.

Informationen zur Obstannahme 2022

Auch dieses Jahr nehmen die OGV’s aus Belsen, Bodelshausen, Dußlingen, Gomaringen, Mössingen, Nehren, Ofterdingen und das Netzwerk Streuobst Mössingen wieder Obst an für die „Steinlachtäler Produkte“ (Saft, Most, Cidre). Das angelieferte Obst wird noch am gleichen Tag zur Fa. Häussermann nach Neckartailfingen gefahren und verarbeitet. Voraussetzung für die hohe Qualität der Steinlachtäler Produkte ist die Annahme von ausschließlich frischem, gesundem und reifem Obst. Bei den Birnen bitte keine Luxemburger und Grüne Jagdbirnen bringen.

„Der Steinlachtäler“ ist ein Aufpreis Projekt und wir werden an allen Terminen einen Aufpreis bezahlen. Bei den Annahmen am 17. + 24. Sept. beträgt der Aufpreis 4,00 €/100 kg und am 1. + 8. Okt. 5,00 €/100 kg. Der Aufpreis kommt zu jeweiligen Tagespreis dazu. Alternativ gilt die Gutscheinregelung wie bisher.

Unsere Annahmestellen in Bodelshausen und Gom.-Stockach haben von 13.00 bis 17.00 Uhr geöffnet.

Samstag, 17.09.2022 Äpfel
Gom.-Stockach Jungersche Halle (ab Friedhof ausgeschildert)
Bodelshausen beim Kleintierzüchterheim

Samstag, 24.09.2022 Äpfel
Gom.-Stockach Jungersche Halle (ab Friedhof ausgeschildert)

Samstag, 01.10.2022 Äpfel
Gom.-Stockach Jungersche Halle (ab Friedhof ausgeschildert)
Bodelshausen beim Kleintierzüchterheim

Samstag, 08.10.2022 Äpfel
Gom.-Stockach Jungersche Halle (ab Friedhof ausgeschildert)

Weitere Termine werden rechtzeitig bekannt gegeben, ebenso der Termin für die Birnenannahme.


Wir Bitten unsere Anlieferer die staatl. vorgegebenen Corona-Regeln zu beachten ebenso die ausgehängten Maßnahmen.

Lehrfahrt zum Baden-Württembergischen „Tomaten-Papst“ Michael Schick

Unsere Lehrfahrt fand so reges Interesse, dass wir am Freitag den 29. Juli mit einem vollbesetzten Bus Richtung Ehingen starten konnten.

Die Stimmung im Bus war von der ersten Minute an gut und das Wetter für einen Ausflug ideal.

Angekommen in Bronnen erfuhren wir anhand einzelner Beispiele schnell, was unter einem Naturgarten zu verstehen ist und wie das ökologische Zusammenspiel von bewusst gesetzten Nutzpflanzen in Mischkulturen, „Unkräutern“ mit Heilwirkung und ersten Permafrostkulturen funktioniert.

Wie auch schon in seinem Onlinevortrag verriet uns M. Schick Kniffe, die das Wachstum und die Gesunderhaltung der Pflanze fördern. Besonders wirksam und denkbar einfach ist das sogenannte Hexengebräu als Schutzmittel im Gemüsebeet. Wer es mixen und ausprobieren möchte, findet die Anleitung auf unserer Homepage.

So verwunschen der Naturgarten an manchen Ecken war, so akkurat sah es in den Tomatengewächshäusern aus. Hier wachsen unzählige Tomatensorten – in kleiner Stückzahl – aber in unglaublicher Vielfalt. Gut 1000 verschiedene Sorten konnte M. Schick bisher aus Samen gewinnen. Da diese bei ihm käuflich zu erwerben sind, nahmen viele von uns die eine oder andere Sämerei gerne mit.

So konnten wir M.Schick auch live als leidenschaftlichen Tomatenzüchter, Naturschützer und Koch erleben, der gerne seine Erfahrungen teilt und zur eigenen Tomatenaufzucht ermuntert.

Und wer im nächsten Jahr die Tomaten nicht selber ziehen möchte, kann sich an M. Schick wenden und Tomatenpflanzen bestellen.

Schnell waren die zwei Stunden bei M. Schick vorbei und die Eindrücke boten auch bei der Weiterfahrt nach Ehingen – Berg noch viel Gesprächsstoff. Angekommen in der Brauereigaststätte freuten sich alle, dass das Essen und die Getränke wie erwartet gut schmeckten.

Abschließend blieb es den Vorsitzenden sich bei allen Teilnehmenden für das Interesse und die gute Stimmung – einfach für einen tollen Tag – aufs Herzlichste zu bedanken.

Bilder: G. Eisenhauer

Dorffest 2022 in Gomaringen

Wir möchten uns bei all denen bedanken, die am Wochenende des 23. & 24. Juli an unserem Probierstand in der alten Mosterei Kern Halt gemacht und eines unserer „Steinlachtäler“ Produkte probiert haben.

Egal ob Apfelsaft oder Apfelschorle – unsere Produkte werden vom Obst der hiesigen Streuobstwiesen direkt nach Neckartenzlingen zur Firma Häussermann transportiert und dort erntefrisch am gleichen Tag verarbeitet.

Aus diesem Grund freuen wir uns jetzt schon auf die diesjährige Obstannahme und hoffen, dass Sie auch in diesem Jahr die Mühe auf sich nehmen und Ihre Äpfel und Birnen auflesen und gegen Geld oder Gutscheine bei uns abliefern.

So tragen wir alle zusammen zu einer regionalen Vermarktung bei und können uns dann auch beim fruchtigen oder klassischen Most oder beim Steinlachtäler Cidre über den guten Geschmack freuen.

Ein herzliches Dankeschön geht auch an die Firma Häussermann für die freundliche Unterstützung während des Festwochenendes.

Sommerschnittkurs 2022

Trotz hochsommerlicher Temperaturen fanden sich am Freitag 15.07.2022, 20 Interessierte zum Sommerschnittkurs im Buchbach ein.

Ganz gleich ob Fachmann oder einfach Obstbaumliebhaber – alle waren sich einig:

Wer einen Obstbaum setzt, muss wissen, dass dieser Erziehung und Pflege benötigt.

Beides geschieht durch den Winterschnitt, den „Juniriss“ oder eben durch den Sommerschnitt.

Was beim Sommerschnitt grundlegend beachtet werden muss, demonstrierten die Fachwarte

Günter Letz und Willy Junger bei einigen Obstbäumen im Buchbach eindrücklich.

Wir erfuhren, wie wichtig es ist, dass der Baum ausgelichtet wird: Das Obst braucht Licht und Sonne, damit die Früchte groß werden und bei Nässe schnell wieder trocknen können.

Ein Augenmerk gehört auch auf die Baumscheibe: Ist das Gras zu hoch und zu dicht, freuen sich die Mäuse, der Baum jedoch gedeiht nicht gut.

Abhilfe können in diesem Fall Sitzstangen für Bussarde schaffen. Mit dieser können die Bussarde – die natürlichen Feinde der Wühlmause, angelockt werden.

In diesem Jahr stellt erstmalig die Schlossschule Sitzstangen her. Sie sind über unseren Verein beim Obstbaumverkauf im Herbst erhältlich.

Bei einem eiskalten Getränk, das bei diesen Temperaturen so richtig guttat, konnte abschließend noch so manche Beobachtung oder Erfahrung ausgetauscht werden.

Interessant in diesem Zusammenhang ist auch eine Aussage des Forschungsteams des Projekts STIK (Streuobstwiesen im Klimawandel), die kürzlich bei einer Präsentation vorgestellt wurde:

Aus den bereits vorliegenden Daten lässt sich eindeutig ableiten, dass wenn der Obstbaum nicht gepflegt wird, es vermehrt zu Schwarzem Rindenbrand kommt.

Hinter STIK verbirgt sich ist ein Forschungsprojekt der Universitäten Tübingen und Hohenheim und der Fachhochschule Rottenburg.

Die Fragestellung des Forschungsansatzes für ganz Baden-Württemberg lautet:

Was können wir tun, um die Folgen der Klimaveränderung für die Streuobstwiesen besser abschätzen und dann gezielt darauf reagieren zu können?

Anpassungsstrategien in dieser Hinsicht helfen zukünftig bestimmt weiter.