
Wenn Fachkenntnis, Jahrzehnte lange Erfahrung, und die Liebe zu den Streuobstwiesen deutlich spürbar sind, dann passiert das, was rund 60 interessierte Zuhörer während des Vortrages von Werner Maier erfahren konnten.
Der Funke springt über, die Lust, die eigenen Obstbäume genauer anzuschauen, die richtige Schneidetechnik auszuprobieren und dann zu beobachten, wie der Baum auf den Baumschnitt reagiert, das werden sicher viele Zuhörer in Angriff nehmen oder intensivieren. Und da W. Maier ein humorvoller Mensch ist, der mit der nötigen Gelassenheit auch über weniger Gelungenes berichtet, ist er besonders glaubhaft.
Seinen kurzweiligen Vortrag schloss er mit dem Hinweis: „Beobachtet eure Bäume gut – und wer noch keinen hat, der muss eben einen setzten!“
Tags drauf herrschte bestes Baumschnittwetter und G. Letz begrüßte die rund 40 Besucher mit der Aufforderung: „Ich schneide heute von den Bäumen runter, was ihr es mir sagt!“
Und so wurde von Anfang gemeinsam nachgedacht und diskutiert, wie nach der erlernten Öschbergmethode vor zu gehen sei.
Diese Schnitttechnik, hat ja das Ziel, eine stabile Baumkrone zu formen und einen gesunden Ertrag zu sichern.
Die scherzhafte Frage eines Teilnehmers: „Und macht der Baum dann auch das, was ihr wollt?“, muss jeder für sich selber im nächsten Jahr beantworten. Dann sieht man, wie der Baum sich entwickelt hat!