ArcheSchäferei

Beweidung statt aufräumen

Ein Aufruf von BARBARA ZEPPENFELD (ArcheSchäferei Bronnweiler).

 

Liebe ArcheFreunde,

am Samstag war ich auf dem AgroBioDiversitäts-Gipfel an der Uni Hohenheim. Wir kümmern uns seit vielen Jahren, trotzdem geht das Artensterben weiter. Letzte Woche ging der massive Verlust der Insekten durch die Presse.

Ich bitte daher ALLE

  • sich für mehr Beweidung statt Rasenmähen und Mulchen einzusetzen (da wird niemand geschreddert und der Kot/Dung ist extrem wertvolle Nahrung für Käfer, Insekten + Co).
  • Brennesseln und Disteln etc. auch mal stehen zu lassen für die Schmetterlinge
  • Alte Bäume und auch liegendes Totholz auf den Flächen lassen, da leben extrem viele Kleinlebewesen.

 

Dieses kleinen Tierchen sind Futtergrundlage für unsere Vögel – auch da ist es nicht zum Besten bestellt. Vielleicht haben Sie/ habt Ihr es selbst schon bemerkt. Wenn dann noch mit Pestiziden gepritzt wird, ist die ganze Nahrungskette betroffen (Glyphosat usw.). Die Natur braucht Kreisläufe – wenn diese permanent unterbrochen werden, bricht das System zusammen.

Generell ist das schwäbische Aufräumen für unsere kleinen Bewohner oft ein Todesurteil – was sollen sie fressen, wo sollen sie sich verstecken, wo überwintern. Generell ist regional einkaufen, naturnahe Betriebe und Biobetriebe zu unterstützen, eine sinnvolle Sache.

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Barbara Zeppenfeld lebt in Bronnweiler; ihre Waldschafe und Krainer Steinschafe sind oft auch auf Gomaringer Markung zu sehen. Die Umweltpädagogin ist unter anderem Herdbuchzüchterin und kann auf eine vielseitige Ausbildung verweisen (gelernte Gemüsegärtnerin, Erziehungswissenschaften, Umwelt + Bildung; Streuobstpädagogin). Die gebürtige Stuttgarterin hat zahlreiche Projekte angestoßen und ebenso viele Auszeichnungen erhalten.

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